Liebe Leserinnen, liebe Leser

Die Ferien gehen zu Ende und die Kampagne der Wirtschaftsverbände und des BBU gegen die Umsetzung des Vergesellschaftungs-Volksentscheids startet. Dieser Tage hat die IHK ihre Kampagnenseite "Berlin denkt weiter“ freigeschaltet. Zu hören sind vor allem alte, seit Jahren gebetsmühlenartig wiederholte Behauptungen, die längst durch die Expertenkommission des Senats widerlegt wurden. Seit 2022 ist das Wohnen noch teurer geworden und neue Vonovia-Skandale sind hinzugekommen. »Was nützen erfolgreiche Tarifabschlüsse, wenn ein immer größerer Teil des Einkommens für die Miete draufgeht?« fragte kürzlich die Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Katja Karger. Der DGB und viele Einzelgewerkschaften unterstützen deshalb die Umsetzung des Volksentscheids, denn »als Gewerkschafter*innen wissen wir, dass ein gemeinwirtschaftliches Wohnungswesen, das nicht den Profiten, sondern den Bedürfnissen der Menschen verpflichtet ist, ein zentrales Instrument gegen die Überhitzung des Mietenmarkts sein kann«. Auch in den Genossenschaften wächst die Kritik an BBU und BBU-hörigen Vorständen. In einigen Genossenschaften wird eine Unterschriftenaktion "Nicht in unserem Namen" diskutiert, in anderen werden Vorstände besucht oder persönliche Briefe geschrieben. Unseren Flyer "Angstmache gegen Gemeinwirtschaft - Nicht in unserem Namen" haben wir 20.000mal gedruckt - rund 16.000 sind bereits bestellt und versandt. 
Bis zu den Wahlen am 20.9. ist damit zu rechnen, dass Wirtschaft und BBU alles auffahren, was ihnen zur Verfügung steht, um die mögliche Umsetzung des Volksbegehrens zu verhindern. Wir GENOSSENSCHAFTER*INNEN werden in den kommenden Monaten den Schwerpunkt auf diese Auseinandersetzung legen. Die Kommunikationsplattform ist dabei unsere Webseite www.genossenschafter-innen.de. Daneben sind wir mit aktuellen Beiträgen auf Bluesky und Mastodon präsent. Und natürlich sind Sie als Abonnent*innen des Newsletters immer gut informiert. 
Es grüßen Sie vor einem heißen Herbst
Die Genossenschafter*innen

Frisch aus der Druckerei: Unser Informationsflyer

Unser Flyer „Angstmache gegen Gemeinwirtschaft – Nicht in unserem Namen“ passt in jeden Briefkasten und kann gut für das persönliche Gespräch zum Beispiel mit Vertreter*innen genutzt werden. Wir senden die gewünschte Auflage umgehend zu. Bestellcoupon hier

Neuer Minus-Rekord in der Genossenschaftsförderung

Das Senatsprogramm zum Erwerb von Genossenschaftsanteilen für Menschen mit Wohnberechtigungsschein hat seit dem Start 2018 die Zielgruppe verfehlt. Es gab kaum Bewilligungen. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen wurden 2025 Null Euro bewilligt. Das zeigt die Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen Abgeordneten Katrin Schmidberger.

 
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