Der wohnungspolitische Wahlkalender 2026

Am 20.9.2026 wir in Berlin gewählt. Wohnen wird im Wahlkampf eine herausragende Rolle spielen. Wie sehen Parteien und mietenpolitische Bewegung die Bilanz der letzten Legislaturperiode, was wollen sie in den nächsten Jahren erreichen? Auf Veranstaltungen und auf der Straße wird das intensiv verhandelt werden. Wir sind dabei:  Alle wichtigen Termine von Parteien, Initiativen und Verbänden finden Sie ab sofort in unserem Veranstaltungskalender zu Wahl 2026: Hier

 

Berliner Mieterverein legt Wahlprüfsteine vor

Zur Abgeordnetenhauswahl 2026 hat der Berliner Mieterverein ein umfangreiches Forderungspaket vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen Forderungen zur dauerhaften Sicherung bezahlbarer Mieten durch wirksame Mietbegrenzungen, Milieuschutz und die Verabschiedung eines Gesetzes zur Wohnraumbewirtschaftung sowie eine konsequentere Gemeinwohlorientierung der Landeseigenen Wohnungsunternehmen. Mit einem kurzen Absatz wird auch eine bessere Förderung der Genossenschaften abgehandelt: „Berlin muss Genossenschaften durch privilegierten Grundstückszugang stärken und die ökologische Umnutzung von Gewerbeimmobilien durch ein flexibles Förderprogramm mit dauerhafter Sozialbindung vorantreiben, um dauerhaft bezahlbaren und spekulationsfreien Wohnraum zu sichern.“
Den „Wahlforderungskatalog des Berliner Mietervereins zur Abgeordnetenhauswahl 2026“ finden Sie hier

„Genossenschaften können es besser“

Einen wohnungs- und klimapolitischen Forderungskatalog hat das Bündnis „Unsere Stadt“, zu dem sich mehr als 100 Initiativen zusammengeschlossen haben, am 21. Januar vorgestellt. Das Bündnis zieht eine kritische Bilanz der Wohnungspolitik des CDU/SPD-Senats. Statt Bauen-Bauen-Bauen gelte es, Ressourcen zu schonen, die Privatisierung von Grund und Boden zu beenden und eine dauerhafte Sozialbindung bei geförderten Wohnungen zu schaffen.
Kritisiert wird auch die Orientierung auf die landeseigenen Unternehmen (LWUs). „Die LWUs sind nicht in der Lage, das Potenzial von ca. 72.000 Wohnungen in kleinteiliger Innenentwicklung zu realisieren. Agile Projekte, z.B. genossenschaftliche, die sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzen, können das besser. Sie sind bei Vergaben und mit finanziellen Mitteln anhand klarer, gemeinwohlorientierter Kriterien zu fördern.“ LWUs sollen in gemeinnützige Rechtsformen umgewandelt werden (z.B. in gGmbHs oder eine AöR), „um so die Reinvestition von Gewinnen in sozialen und bezahlbaren Wohnraum zu sichern und Mieter*innen sowie dem Parlament mehr Einflussmöglichkeiten zu geben.“
Mehr unter https://unsere-stadt.berlin/

Der wohnungspolitische Wahlkalender 2026

 Zeit und Ort  Thema Infos  Veranstalter
19. 2., 19 Uhr
Haus der Demokratie
Greifswalder Straße 4
Wahlforum I des BMV:
„Bezahlbaren Wohnraum schaffen – was können die landeseigenen Unternehmen besser machen?“
Link Berliner Mieterverein e.V.
25.4., 13 Uhr,
IG Metall, Alte Jacobstr. 149
Stadtpolitische Konferenz „Wohnungskrise und kein Ende?“ link Berliner Mieter-gemeinschaft

Haben Sie eine interessante Veranstaltung anzukündigen? Dann schicken Sie die Info an info@genossenschafter-innen.de

Eine Übersicht der anstehenden wohn- und stadtpolitischen Termine finden Sie im Mietenwahnsinnskalender des Bündnisses gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn

 

30.1.: Vorbereitung wohnungspolitische Wahlveranstaltung

Veranstalter: Deutsche Wohnen & Co. enteignen (DWE) & Berliner Mieterverein
Termin: 30.1.2026 16 Uhr
Ort: ZOOM

Der Berliner Mieterverein und die Initiative Deutsche Wohnen & Co. enteignen (DWE) laden gemeinsam zu einem ersten Vorbereitungs- und Planungstreffen für eine große Wahlveranstaltung ein. Eingeladen sind wohnungspolitische Initiativen. Aus der Einladung:

„Ziel ist es, mit möglichst vielen Berliner Bündnissen, Netzwerken und Initiativen zu diskutieren, ob und wie wir wieder eine gemeinsame wohnungspolitische Wahlveranstaltung auf die Beine stellen können. Damit wollen wir anknüpfen an bereits zwei gemeinsame Wahlveranstaltungen in 2021 und 2023, die wir erfolgreich planen und durchführen konnten.

Wann: 30. Januar 2026, 16:00 Uhr
Wo: Online via Zoom à kurze Anmeldung an mietenwahl2026@gmail.com

Wichtig für dieses Treffen:

ein erster Austausch zu Ideen und gemeinsamen Zielen
Auftreten als breites Bündnis
Abbildung diverser wohnungspolitischer Themen

Lasst uns gemeinsam ausloten, wie wir unsere Kräfte bündeln können vor dieser wichtigen Abgeordnetenhauswahl und der nächsten großen Mietendemo am 5. September.“

Anmeldung an mietenwahl2026@gmail.com (Zoom-Zugangsdaten folgen nach Anmeldung)

 

Das Newsletterarchiv

Berlin-Wahl ’26: Wir starten die Wahlbeobachtung

Am 20. September 2026 wird in Berlin das Abgeordnetenhaus neu gewählt. Welche Rolle spielen Wohnungsgenossenschaften in den Wahlprogrammen der Parteien, wie wollen sie genossenschaftliches Wohnen fördern? Dazu werden wir bis zum kommenden September  Veranstaltungen besuchen und Veröffentlichungen sichten. Unregelmäßig werden wir unter diesem Signet berichten, was die Parteien, die für einen Senat infrage kommen, versprechen.

Neues Wohnprojekt in Hohenschönhausen

Am 3.12. wird das neue Urban-Coop-Projekt „Die Kurve“ vorgestellt, das noch Mitstreiter*innen sucht. Dazu schreibt Urban-Coop: „In Alt-Hohenschönhausen planen wir ein genossenschaftliches Wohnprojekt für ein gemeinschaftliches Zusammenleben zu günstigen Mieten – einen Steinwurf entfernt vom Obersee und dem Strandbad Orankesee und gut angebunden an das Leben in der Stadt. Mit einer Kerngruppe engagierter Menschen haben wir die Baugenossenschaft “Die Kurve eG” gegründet. In der Oberseestraße 110 plant sie Wohnungen, die für ein Leben in Gemeinschaft ausgelegt sind. Durch das Modell der Genossenschaft und die Integration vieler Gemeinschaftsräume ist Austausch und Begegnung Teil des Konzepts. Jenseits der “eigenen vier Wände” wird es im Haus verschiedene Gemeinschaftsräume geben, die allen Genoss*innen zur Nutzung offenstehen und gemeinsam verwaltet werden. Darüber hinaus ermöglicht dieses Projekt das Wohnen in mietpreisgebundenen Wohnungen zu bezahlbaren und sicheren Mieten.“ Mehr auf der Webseite https://www.urbancoopberlin.de/projekte/oberseestrasse-110/

5 Jahre Genossenschafter*innen: Bilanz und Perspektiven

Beim Genossenschaftstag 2023 haben wir unsere Ziele in verschiedenen Workshops diskutiert.

Die Genossenschafter*innen sind 2025 fünf Jahre alt geworden. Statt einer Jubiläumsfeier haben wir uns zusammengesetzt, eine ehrliche Bestandsaufnahme gemacht und die Perspektiven unserer Arbeit diskutiert. Das Ergebnis ist ein Positionspapier, in dem wir die veränderte Ausrichtung festgeschrieben haben: Bewährtes wird gestärkt, Neues angegangen. Eine besonders augenfällige Veränderung dürften aufmerksame Leser*innen im Titel unserer Webseite bemerkt haben. Mit der Unterzeile „Eine Stadt für alle“ unterstreichen wir, dass wir gemeinsam mit der Berliner wohnungspolitischen Bewegung gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung kämpfen und den Einfluss des Finanzkapitals auf den Wohnungsmarkt zurückdrängen wollen. In unseren Genossenschaften und in der Stadtpolitik werden wir weiter für unsere Ideen streiten. Denn preiswerter Wohnraum und Demokratisierung des Wohnens gehören zusammen, demokratische Genossenschaften sind darum wichtiger denn je.
Unser Positionspapier „Wo wir stehen, wohin wir wollen“ finden Sie hier: Positionspapier_2025

Wieder erhältlich: Unsere Genossenschaftsbroschüre

Unsere 2021 erstmals erschienene Broschüre „Genossenschaften und ihre Bedeutung für eine gemeinwohlorientierte Wohnungspolitik“ war schnell vergriffen und nur noch als pdf erhältlich. Nun liegt sie in einer 3. Auflage wieder gedruckt vor. Aktualisiert wurden die Daten zu Genossenschaften, die noch aus dem Jahren 2018 und 2019 stammten. Auf 92 Seiten bietet sie einen kompakten Überblick über Geschichte und Stärken und Schwächen der Berliner Wohnungsgenossenschaften. Ergänzt wird sie um einen Praxisteil mit Hinweisen, wie man in Genossenschaften aktiv werden kann.
Direkt zur Bestellung bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung: https://www.rosalux.de/publikation/id/44677