Wohnungsgenossenschaften in den Wahlprogrammen 2026: Grüne, SPD und Linke im Vergleich

Wie wollen die Parteien Genossenschaften stärken, welche Rolle sollen Genossenschaften im Wohnungsmarkt spielen? Ein Gang durch die Parteiprogramme von SPD, Grünen und Linken (das CDU-Programm lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor) zeigt: Alle drei Parteien befürworten genossenschaftlichen Wohnungsbau und Erbbaurecht als zentrales Förderinstrument — die Grünen mit einem eigenständigen und strukturell ausgearbeiteten Konzept, die SPD mit dem Schwerpunkt auf Volumen (100.000 Wohnungen), die Linke mit einem Reformansatz zur Entkoppelung der Förderung von der Rechtsform und dem überraschenden Vorschlag für einen Studiengang zur gemeinnützigen Wohnungswirtschaft. Der grundlegende Unterschied: Für die Grünen sind Genossenschaften ein ordnungspolitisches Leitmodell, für die SPD ein Baupartner, für die Linke ein ergänzendes Instrument neben staatlicher Kontrolle und Vergesellschaftung. (mehr …)

„Genossenschaften als Anker transformativer Wohnungspolitik“

Der Beitrag „Wohnen jenseits von Markt und Staat – Genossenschaften als Anker transformativer Wohnungspolitik“  kritisiert die Engführung der aktuellen politischen Debatte und fordert eine Stärkung des Themas „Demokratisierung des Wohnens“. Erschienen ist der Text aus Anlass der Konferenz „Sicher Wohnen in Berlin“ – organisiert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Landtagsfraktion Die LINKE.

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Der wohnungspolitische Wahlkalender 2026

Am 20.9.2026 wir in Berlin gewählt. Wohnen wird im Wahlkampf eine herausragende Rolle spielen. Wie sehen Parteien und mietenpolitische Bewegung die Bilanz der letzten Legislaturperiode, was wollen sie in den nächsten Jahren erreichen? Auf Veranstaltungen und auf der Straße wird das intensiv verhandelt werden. Wir sind dabei:

 Zeit und Ort  Thema Infos  Veranstalter
24.6., 19  Uhr
Café Nullpunkt, Friedrichstr. 23b
„Stadt, Boden, Zukunft – Liegenschaftspolitik zur Wahl“ Link Runder Tisch Liegenschaftspolitik
29.6., 17.30
Hans-Böckler-Haus, Keithstr. 1, 10787 Berlin
Ist Enteignung die Lösung für den Berliner Wohnungsmarkt?

Anmeldung erforderlich (s. Link)

Link DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
1.7., 20 Uhr
HAU2 – Hebbel am Ufer
Ohne Bleibe – Recht auf Wohnen als politischer Auftrag – Dialog mit Politiker*innen und Expert*innen Link HAU Hebbel am Ufer
Vormerken:
5.9., ab 13 Uhr
Rotes Rathaus
Demo – Runter mit der Miete!
Her mit den Wohnungen!
Link Mietenwahnsinnsbündnis

Haben Sie eine interessante Veranstaltung anzukündigen? Dann schicken Sie die Info an info@genossenschafter-innen.de

Eine Übersicht der anstehenden wohn- und stadtpolitischen Termine finden Sie im Mietenwahnsinnskalender des Bündnisses gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn

 

Berliner Mieterverein legt Wahlprüfsteine vor

Zur Abgeordnetenhauswahl 2026 hat der Berliner Mieterverein ein umfangreiches Forderungspaket vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen Forderungen zur dauerhaften Sicherung bezahlbarer Mieten durch wirksame Mietbegrenzungen, Milieuschutz und die Verabschiedung eines Gesetzes zur Wohnraumbewirtschaftung sowie eine konsequentere Gemeinwohlorientierung der Landeseigenen Wohnungsunternehmen. Mit einem kurzen Absatz wird auch eine bessere Förderung der Genossenschaften abgehandelt: „Berlin muss Genossenschaften durch privilegierten Grundstückszugang stärken und die ökologische Umnutzung von Gewerbeimmobilien durch ein flexibles Förderprogramm mit dauerhafter Sozialbindung vorantreiben, um dauerhaft bezahlbaren und spekulationsfreien Wohnraum zu sichern.“
Den „Wahlforderungskatalog des Berliner Mietervereins zur Abgeordnetenhauswahl 2026“ finden Sie hier

„Genossenschaften können es besser“

Einen wohnungs- und klimapolitischen Forderungskatalog hat das Bündnis „Unsere Stadt“, zu dem sich mehr als 100 Initiativen zusammengeschlossen haben, am 21. Januar vorgestellt. Das Bündnis zieht eine kritische Bilanz der Wohnungspolitik des CDU/SPD-Senats. Statt Bauen-Bauen-Bauen gelte es, Ressourcen zu schonen, die Privatisierung von Grund und Boden zu beenden und eine dauerhafte Sozialbindung bei geförderten Wohnungen zu schaffen.
Kritisiert wird auch die Orientierung auf die landeseigenen Unternehmen (LWUs). „Die LWUs sind nicht in der Lage, das Potenzial von ca. 72.000 Wohnungen in kleinteiliger Innenentwicklung zu realisieren. Agile Projekte, z.B. genossenschaftliche, die sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzen, können das besser. Sie sind bei Vergaben und mit finanziellen Mitteln anhand klarer, gemeinwohlorientierter Kriterien zu fördern.“ LWUs sollen in gemeinnützige Rechtsformen umgewandelt werden (z.B. in gGmbHs oder eine AöR), „um so die Reinvestition von Gewinnen in sozialen und bezahlbaren Wohnraum zu sichern und Mieter*innen sowie dem Parlament mehr Einflussmöglichkeiten zu geben.“
Mehr unter https://unsere-stadt.berlin/

Berlin-Wahl ’26: Wir starten die Wahlbeobachtung

Am 20. September 2026 wird in Berlin das Abgeordnetenhaus neu gewählt. Welche Rolle spielen Wohnungsgenossenschaften in den Wahlprogrammen der Parteien, wie wollen sie genossenschaftliches Wohnen fördern? Dazu werden wir bis zum kommenden September  Veranstaltungen besuchen und Veröffentlichungen sichten. Unregelmäßig werden wir unter diesem Signet berichten, was die Parteien, die für einen Senat infrage kommen, versprechen.