Monat: Juli 2026
„Genossenschaften werden für Lobby-Ziele der Konzerne instrumentalisiert““
In den Gesprächen am Rande der Protestkundgebung beim Parlamentarischen Abend des BBU am 8.7. wurde viel diskutiert, wie auf die Kampagne des BBU zu reagieren sei. Warum rückt der BBU jetzt plötzlich die Genossenschaften wieder nach vorn? Wie sollten Genossenschafter*innen damit umgehen? Darüber sprachen wir mit Thomas Korn, Jurist bei DWE und Sarah Beyer (Mitglied der FriedrichsHeim eG, sowie bei DWE aktiv).
Grundlagen der BBU-Kampagne wurden von Vonovia bezahlt
Die von Wirtschaftsverbänden und BBU geplante Kampagne gegen die Umsetzung der Vergesellschaftung fundieren auf einer von Vonovia in Auftrag gegebenen Milieustudie des Sinus-Instituts. Das berichtete der Tagesspiegel am 17. Julli. (Link). Sinus erfragte im Februar 2026 die Haltung der Berliner*innen zur Vergesellschaftung. 56% sprachen sich für Vergesellschaftung aus. 77 % stimmten der Aussage zu, Wohnraum dürfe kein Spekulationsobjekt sein. Vonovia ließ die Studie in der Schublade verschwinden. Erst die Berichterstattung im Tagesspiegel, dem ein Exemplar zugespielt worden war, machte den Vorgang öffentlich.
Unter der Lupe: Der BBU und sein Unternehmensnetzwerk

Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) ist der einflussreiche Verband der Wohnungswirtschaft, an dem in Berlin keine Politik vorbeikommt. Mit seinen Kampagnen gegen Mietendeckel und Vergesellschaftung versucht er, die öffentlichen Debatten um eine gemeinwohlorientierte Transformation des Wohnungsmarktes zu bestimmen. Aber der BBU ist mehr als Maren Kern, die als Vorstandsvorsitzende im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht. Unter dem Dach des Vereins arbeitet ein verschachteltes Konglomerat von Unternehmen, das mit einem Rundumsorglospaket die Wohnungsunternehmen an sich bindet. Wir haben es uns näher angeschaut. (mehr …)
Genossenschaften und Gemeinwirtschaft
Die Diskussion um den Volksentscheid bietet eine große Chance, wieder über Gemeinwirtschaft zu reden, schrieb Genossenschafter und DWe-Aktivist Ralf Hoffrogge in einem Beitrag für den 2022 im Parthas-Verlag erschienenen Band „Wie Vergesellschaftung gelingt – Zum Stand der Debatte“. Der Beitrag hat an Aktualität nichts verloren: Text als pdf hier. Desweiteren hat die Kampagne DWE 2020 ein materialreiches Heft zum Thema Gemeinwohl und Vergesellschaftung herausgegeben: https://content.dwenteignen.de/uploads/Vergesellschaftung_and_Gemeinwirtschaft_Download_2_Auflage_2ed2704fa2.pdf
(Das Foto ist nicht KI-generiert, sondern ein CDU Wahlplakat von 1947. Zurück zu den Wurzeln, CDU!)
Unter der Lupe: Der BBU und sein Unternehmensnetzwerk
Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) ist der einflussreiche Verband der Wohnungswirtschaft, an dem in Berlin keine Politik vorbeikommt. Mit seinen Kampagnen gegen Mietendeckel, Vergesellschaftung und – aktuell – gegen Überlegungen zur „Neuen Wohngemeinnützigkeit“ versucht er, die öffentlichen Debatten um eine gemeinwohlorientierte Transformation des Wohnungsmarktes zu bestimmen. Aber der BBU ist mehr als Maren Kern, die als Vorstandsvorsitzende im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht. Unter dem Dach des Vereins BBU arbeitet ein verschachteltes Konglomerat von Unternehmen, das mit einem Rundumsorglospaket die Wohnungsunternehmen an sich bindet. Wir haben es uns ein wenig näher angeschaut. (mehr …)




