Der Beitrag „Wohnen jenseits von Markt und Staat – Genossenschaften als Anker transformativer Wohnungspolitik“ kritisiert die Engführung der aktuellen politischen Debatte und fordert eine Stärkung des Themas Demokratisierung des Wohnen. Erschienen ist der Text aus Anlass der Konferenz „Sicher Wohnen in Berlin“ – organisiert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Landtagsfraktion Die LINKE.
Angesichts des Wohnungsnotstandes konzentriert sich in Berlin die Debatte auf die Schaffung von mehr Wohnraum. Fragen nach demokratischer Kontrolle, die vor 10 Jahren noch eine große Rolle spielten („Kommunal und selbstverwaltet“ war Titel einer Broschüre von Kotti & Co), sind auch in der gesellschaftlichen Linken in den Hintergrund getreten. Dass staatliche „Wohnraumversorgung“ nicht ausreicht, um die Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt zu verändern, Menschen ein sicheres Zuhause und gute Lebensperspektiven zu garantieren, haben David Madden und Peter Marcuse schon 2016 in ihrem Standardwerk „In Defense of Housing“ eindringlich herausgearbeitet: Wohnen ist eine politische und eine ökonomische Frage. Für Madden/Marcuse gehören drei Prozesse unmittelbar zusammen: Wohnungen dem Markt entziehen, aneignen und demokratisieren.
„Wohnen jenseits von Markt und Staat – Genossenschaften als Anker transformativer Wohnungspolitik“ greift diese Überlegungen und auf fordert eine Erweiterung der Wohnungspolitik.
https://www.rosalux.de/news/id/54842/wohnen-jenseits-von-markt-und-staat
