DIESE eG: Keine Nutzung als Zweitwohnung
Auch in Genossenschaften ist es ein Ärgernis, wenn Wohnungen als Zweitwohnungen genutzt werden, die meiste Zeit leerstehen oder gar als Ferienwohnungen weitervermietet werden. Die DIESE eG hat dem jetzt per Satzung einen Riegel vorgeschoben. Am 4.11.24 beschloss die Generalversammlung, folgende Passage in die Satzung aufzunehmen: „Das Nutzungsrecht an einer Genossenschaftswohnung oder einer sonstigen Nutzungseinheit setzt eine aktive und regelmäßige Nutzung durch das Mitglied voraus. Die Nutzung ausschließlich als Zweitwohnung sowie das dauerhafte Leerstehenlassen oder Nichtnutzen der Wohnung sind untersagt.“ DIESE-Vorstand Werner Landwehr begründete die Satzungsänderung unter anderem mit den wohnungspolitischen Zielen der DIESE eG: „Wir setzen uns dafür ein, dass das knappe Gut Wohnen richtig verteilt ist. Unser Richtwert ist 35 qm pro Person. Wer zwei Wohnungen nutzt, widerspricht diesem Grundprinzip.“


Die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG hat ist für ihr Sanierungs- und Neubauprojekt am Nettelbeckplatz vom World Habitat Award mit Bronze auszeichnet worden. Der Award, der von World Habitat in Zusammenarbeit mit UN-Habitat organisiert wird, würdigt innovative, herausragende und manchmal revolutionäre Wohnideen, -projekte und -programme aus der ganzen Welt, die das Leben von Menschen mit geringen Einkommen verbessern. Das Projekt Nettelbeckplatz war bereits 2019 mit dem 1. Platz beim European Responsible Housing Awards ausgezeichnet worden, in der Publikation „50 Out-of-the-Box Housing Solutions to Homelessness & Housing Exclusion“ aufgenommen und fand darüber hinaus Anerkennung als Best-Practice-Beispiel für inklusives Wohnen im Rahmen der Regionalkonferenz „Inklusiv gestalten – Ideen und gute Beispiel aus Architektur und Stadtplanung“.
CDU/SPD wollen Grundstücke künftig nicht mehr nur in Erbpacht vergeben, sondern wieder verkaufen – an Genossenschaften. Die Tinte unter dem schwarz-roten Koalititonsvertrag war noch nicht getrocknet, da kreisten schon die Geier über dem Berliner Grundstücksmarkt. Als Erster meldete sich Tobias Nöfer vom Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V. (AIV) mit der Ankündigung, eine Genossenschaft gründen zu wollen, deren wesentliches Ziel es sei, städtische Grundstücke zu erwerben und zu bebauen. Vor allem das Filetstück Molkenmarkt gerät dabei ins Blickfeld.