Initiativen fordern mehr Mitbestimmung und Transparenz

Zum Tag der Genossenschaften am 5. Juli weisen verschiedene Initiativen auf die Bedeutung demokratischer Teilhabe in Wohnungsgenossenschaften hin. Dies reiht sich ein in das Motto, das die UN für das Internationale Jahr der Genossenschaften 2025 ausgegeben hat:  „Genossenschaften: Treiber für inklusive und nachhaltige Lösungen für eine bessere Welt“
Mehr dazu in der PM_Tag-der-Genossenschaften des Mietervereins Hamburg und der Initiative „Genossenschaft von Unten“

Genossenschaften bauen weniger

Von 2014 bis 2023 hat sich der Neubau der Genossenschaften halbiert: von 621 auf 302. Das zeigt die Antwort des Senats auf eine kleine Anfrage des SPD-Abgeordneten Matthias Kollatz. Der Senat beruft sich dabei auf Zahlen des BBU. Im Jahr 2024 gab es – laut Senatsantwort – insgesamt 192.879 Wohnungen. Kollatz hatte auch nach Unterschieden in der Bautätigkeit  zwischen Traditionsgenossenschaften und Neuen Genossenschaften gefragt. Eine  Auskunft dazu sei nicht möglich,  so der Senat, man führe keine Statistik über die Aktivitäten einzelner Genossenschaften. Hintergrund der Frage ist der Vorwurf an die Traditionsgenossenschaften, sie würden trotz hoher Bonität und großer Rücklagen den Neubau verweigern und lieber ihre Bestände pflegen.

Wohnen in Berlin – neue Ausstellung der Landeszentrale

Am 11. April eröffnete die Berliner Landeszentrale für politische Bildung eine Open-Air-Ausstellung „Wohnen in Berlin“ auf dem Gelände des Amerika-Hauses. Sie untersucht Mechanismen des Wohnungsmarkts und erzählt von politischen Konflikten und sie thematisiert auch die Bedeutung der Wohnungsgenossenschaften.
Mehr Infos zum Themenspektrum, dem Katalog und den Öffnungszeiten finden Sie hier

Fotoausstellung „GEGENÜBER“ im Genossenschaftsforum

„GEGENÜBER – Fotografie als Begegnungsraum“ – so heißt eine Ausstellung im cooperativ Werkraum des Genossenschaftsforums, die am 7.11. eröffnet wurde. Die Fotografin Jeannie-Darlene KöppeThema untersucht in ihren Fotos das Zusammenspiel von Nachbarschaft und Genossenschaft. Die Ausstellung kann bis zum 20.12. zu den üblichen Geschäftszeiten besucht werden.
Ort: Eythstr. 32, 12105 Berlin  – mehr Infos hier

Petition: Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte verteidigen

Auch die Genossenschafter*innen haben die Petition „Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte verteidigen“  unterzeichnet. Die Säulen unserer Gesellschaft – so heißt es dort – sind Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte. Für die Rechte aller Menschen in unserer Gesellschaft einzutreten, stärkt auch unsere eigenen Rechte.
Menschenrechtsorganisationen, Wohlfahrtsverbände und juristische Organisationen haben diese Petition ins Leben gerufen um deutlich zu machen, dass  die aktuellen Debatten um asylrechtliche Verschärfungen diesem Selbstverständnis widersprechen. Sie richtet sich an Bundeskanzler Olaf Scholz, Innenministerin Nancy Faeser und alle demokratischen Parteien des Bundestages.

Der genaue Wortlaut findet sich hier

Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt

Die Wohnungssuche ist keine leichte Aufgabe, aber für Personen mit einem als „fremd“ wahrgenommenen Namen kann sie noch einmal schwerer werden. Diese Form der Diskriminierung ist nicht einfach nachzuweisen, kann sich jedoch in verschiedenen Formen manifestieren.  Erfahrungsberichte zeigen, dass auch Genossenschaften  und Landeseigene Wohnungsunternehmen vor Diskriminierung nicht gefeit sind. Der MEDIENDIENST INTEGRATION hat aktuelle Zahlen und Fakten zu „Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt“ zusammengestellt.  Die Ergebnisse hier
Betroffene können sich wenden an die Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt

 

14. März: 30 Jahre Genossenschaftsforum

Unter dem Motto „Genossenschaften – Modell für zukunftsfähiges Wirtschaften“ lädt das Genossenschaftsforum zur Jubiläumsfeier ein: am 14. März 2024 von 16.00 Uhr bis 20.30 Uhr in der UFA Fabrik in Tempelhof. Impulsvorträge, Praxisbeispiele und Diskussionsmöglichkeiten stehen auf dem Programm.
Weitere Informationen zur Tagung und zur Anmeldung gibt es hier

Genossenschafter*innen unterzeichnen Aufruf gegen Rechts

Die Rechtsentwicklung in der Bundesrepublik hat endlich  eine eindeutige Antwort aus der Zivilgesellschaft gefunden. Hunderttausende gehen gegen den drohenden Faschismus auf die Straße. Für Samstag, den 3. Februar ruft ein breites Bündnis zu einer Menschenkette rund um den Bundestag auf: „Hand in Hand – jetzt aktiv werden für eine offene, demokratische, plurale und solidarische Gesellschaft.“ Menschenrechte, Solidarität und soziale Gerechtigkeit sind auch die Grundlagen der Genossenschaften.

Die Genossenschafter*innen haben den Aufruf für den Aktionstag unterzeichnet und werden am 3.2. dabei sein. Einen Treffpunkt werden wir kurzfristig auf dieser Seite vorschlagen.
Aktuelle Informationen hier: https://gemeinsam-hand-in-hand.org/

Bodenpreise, Mieten und die Rolle der Genossenschaften

Die „Helle Panke“ und die „Genossenschaft von unten“ laden ein zu einem Vortrag von Katalin Gennburg, Mitglied des Abgeordnetenhauses für die LINKE, am Montag,  6.2.2024 um 19 Uhr. Sie wird den Zusammenhang von Bodenspekulation und Mieterhöhungen darstellen und daraus LINKE Grundsätze für eine antikapitalistische Stadtentwicklungspolitik ableiten. Auch die Rolle der Genossenschaften wird kritisch beleuchtet.
Ort: Kopenhagener Str. 9 • 10437 Berlin

Stellungnahme zum Bericht der Kommision Vergesellschaftung

Mit der Vorlage des Abschlussberichtes der Kommission zur Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände ist klargestellt: Vergesellschaftung ist im Rahmen der Landesverfassung möglich und Genossenschaften werden nicht enteignet, auch wenn sie mehr als 3000 Wohnungen besitzen. Unsere Erklärung hier.