Zuschriften an Die Genossenschafter*innen
In dieser Rubrik veröffentlichen wir Briefe und Emails an DIE GENOSSENSCHAFTER*INNEN. Diese Zuschriften werden grundsätzlich ohne Namensnennung eingestellt (Name i.d.R. der Redaktion bekannt).
Für Zuschriften zu einzelnen Beiträgen empfehlen wir, die jeweiligen Kommentarbereiche zu nutzen.
Betr.: Wie weiter nach dem Alternativen Genossenschaftstag
Austausch ist interessant! Noch interessanter ist es, Änderungen zu
bewirken. Dies ist schon auf der unteren Ebene schwierig. Oft bedarf es
juristischer Maßnahmen, um berechtigte Anliegen zu realisieren. Nicht
anders, als bei gewerbl. Vermietern. Wenn man Glück hat, ist dieser viel
besser als eine Genossenschaft! Die Geschäftsberichte sehe ich genau
durch, da gibt es Auffälligkeiten, denen ich sofort einen Riegel
vorschieben würde, da Ausgaben, die nicht den Mitgliedern zugute kommen.
Satzungsverstöße der Verwaltung bleiben ohne Folgen. Was sollen Gruppen
bewirken, die sich über solche und andere Themen unterhalten? Wie soll
das den Vermieter beeindrucken?
C. (11.11.2020)
Betrifft: Satzung und Ausschluss eines Mitgliedes
Genossenschafter*innen, seid achtsam, wenn Ihr Euch öffentlich – namentlich – engagiert! Informiert Euch über die Begründung und Beendigung der Mitgliedschaft in Eurer Genossenschaft. Allgemeine Informationen finden sich hier: -Wohnungswirtschaft online, 28. Oktober 2017 Stefan Pfeiffer Genossenschaften
-Sigurd Schulze: Wer schädigt das Ansehen der Wohnungsgenossenschaften? Kritiker/innen drohen strenge Strafen (Mieterecho Mai 2020: )
R. (29.10.2020)
Betrifft: Geschlechtergerechtigkeit in Genossenschaften
Zur Nachricht über die Wohnungsbaugenossenschaft 1892 eG möchte ich noch einen Aspekt anmerken, der leider in vielen Genossenschaftsinitiativen nicht für so wichtig erachtet wurde, auch nicht in der Genossenschaft von Unten, die immer Anderes zu tun gedachte, als sich auch in Wohnungsgenossenschaften für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen.
In der 1892 eG gibt es mittlerweile den dritten männlichen Vorstand. Auch der Aufsichtsratsvorsitzende ist männlich und die einzige Frau, die zur Wahl stand für einen Vorstandsposten, hatte in diesen verkrusteten Strukturen keine Chance. Ich hoffe, bei Genossenschafter*innen ist diese Thematik nicht nur Nebensache, sondern ein Grund, sich auch an den Aktionstagen im September 2020 für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen. Gerade in Wohnungsgenossenschaften böten sich so viele Möglichkeiten, neue humanere Modelle der Vereinbarkeit von Familie und Arbeit zu erproben, was in skandinavischen Ländern schon getan wird.
Es ist doch keine Kleinigkeit, wenn die Hälfte der Menschheit aus Führungsfunktionen regelmäßig ausgegrenzt wird, und dies geschieht nicht nur bei DAX-Konzernen, sondern gerade auch bei Wohnungsgenossenschaften. Dennoch, falls dieser Einwand kommen sollte: Es reicht nicht aus, nur Frau zu sein, es muss auch ein Bewusstsein für die großartige Idee von Genossenschaft vorhanden sein. Leider reproduzieren auch viele Frauen, wenn sie denn Führungspositionen erreichen, wieder alt hergebrachte Muster.
Ich hoffe, es ist auch eine Nachricht wert, dass Genossenschaften meiner Meinung nach auch in ihren Satzungen eine Frauenquote brauchen, da die Herren nicht bereit sind, freiwillig zu gehen.
W. (15.10.2029)

Auf einem Treffen am 20. Oktober haben wir Bilanz gezogen und unsere künftigen Schwerpunkte umrissen:
Während der Podiumsdiskussion am 25.9.2020 gab es die Möglichkeit, über email Fragen und Anregungen zur Diskussion einzureichen. Welche Themen beschäftigen Genosssenschafter*innen?
Wir bedanken uns beim aquarium am Kottbuser Tor, bei der Regenbogenfabrik in der Lausitzer Straße, dem Stadtteilzentrum Familiengarten in der Oranienstraße und dem 

Es gibt mittlerweile viele Mitglieder in den unterschiedlichen Genossenschaften, die aktiv werden und sich vernetzen wollen. Dabei ist es jedoch oft unklar, wie man so eine Vernetzung und Aktivierung in der eigenen Genossenschaft angehen kann. Um Anregungen für die Praxis zu bekommen stellte Rupay Dahm (RA und selbst Genossenschaftsmitglied) das in den USA entwickelte Konzept des “ Organizing” vor. Ausgehend von den eigenen genossenschaftlichen Erfahrungen diskutierten die Teilnehmer*innen, was sinnvolle Ziele und Methoden sind und wo das Konzept seine Grenzen hat. Anders als in Arbeitskämpfen oder Mietkämpfen gegen große Konzerne, existiert bei Genossenschaften oft keine klare Gegenpartei und es geht eher um die Demokratisierung der existierenden Strukturen. Als konkrete Möglichkeit kam die Idee, einen Leitfaden zu erstellen, wie Mitglieder sich organisieren und sich besser für ihre Rechte einsetzen können.
Auf dieser Seite dokumentieren wir alles rund um den Genossenschaftstag – Papiere, Pressemitteilungen, Presseberichte. Die Seite wird fortlaufend aktualisiert.